Donatus Götz
(1844-1921)
Anna Götz (geb. Jünger)
(1851-)
Johann Fischer
Anna Fischer (Geb. Schmidt)
Emmeram Götz
(1868-1937)
Anna Götz (Geb. Fischer)
(1868-1942)

Franz Götz (Geb. Fischer)
(1897-1942)

 

Familienverbindungen

Ehepartner/Kinder:
1. Maria Götz (Geb. Keck)

2. Anna Katharina Götz (Geb. Bohn)

Franz Götz (Geb. Fischer)

  • Geboren: 15 Jul. 1897
  • Ehe (1): Maria Götz (Geb. Keck) am 23 März 1923 in Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland 2
  • Ehe (2): Anna Katharina Götz (Geb. Bohn) am 29 Dez. 1929 in Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland 2
  • Gestorben: 24 März 1942 im Alter von 44 Jahren 12

  Allgemeine Notizen:

Staatsarchiv Osnabrück

nach der hier verwahrten Gefangenenpersonalakte (Signatur: Rep 947 Lin II Nr. 2116) wurde
der Arbeiter Franz G geb. am 15.7.1897 in Schönkirch, kath., wohnhaft Frankenthal,
Rohrlachstr. 40, verheiratet mit Anna geb. Bohn, 4 Kinder, Gr 167 cm, am 25.1.1937 von
Bruchsal in das Strafgefangenenlager I B eingeliefert. Er war auf Antrag der
Staatsanwaltschaft Frankenthal am 26.10.1936 zu einer Strafe von 3 Jahren Zuchthaus
abz 1 Monat Untersuchungshaft verurteilt und am 19.11.1936 in das Männerzuchthaus Bruchsal (Dienstbereich Huttenstraße) gekommen; von dort wurde er am 16.12.1936 in die
Zuchthausabteilung versetzt und am 21.1.1937 Richtung Emslandlager abtransportiert. Wegen
Diebstahls in den Jahren 1920/21 war er mehrfach vorbestraft. Im Sommer 1938 wurde er für mehrere Wochen der Strafkompanie zugeteilt, weil er bei der Arbeit die Mütze abgesetzt und
sich nicht gemeldet hat, als sein Name vom Kommandoführer gerufen wurde. Seine Frau hielt
brieflichen Kontakt und setzte sich für ihn ein, ihr Gnadengesuch im Sommer 1938 blieb aber
ohne Erfolg. Am 15.9.1938 wurde Franz G in das Lager VII Esterwegen verlegt und nach
Verbüßung der Strafe am 26.9.1939 nach Hause entlassen.

  Geburtsnotizen:

Hebamme Eleonora Bäumler, Schönkirch Nr. 43a, Bayern, Deutschland

  Sterbenotizen:

Nach den Unterlagen des Standesamtes Frankenthal (Pfalz) wurde die Leiche des Franz Götz am 24.3.1942 am Rhein gesträndet. Leider ist der Fundort nicht lesbar.

  Bekannte Ereignisse in seinem Leben waren:

• Nationalität: Deutscher, seit Geburt.

• Religion: röm.-katholisch.

• Wohnort: Stein, Tirschenreuth, Bayern, Deutschland.

• Erstkommunion: Stein, Tirschenreuth, Bayern, Deutschland.

• Beruf: Knecht.

• Beruf: Fabrikarbeiter, seit 1920, in der Frankenthaler Zuckerfabrik.

• Beruf: Fabrikarbeiter, seit 1925, Ludwigshafen, Baden-Württemberg, Deutschland. bei BASF

• Wohnort: Sturmgasse 5, Bis 23 März 1923, Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

• Wohnort: Amalienstr. 12, nach Heirat mit Maria Keck, Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

• Wohnort: Rohrbachstr. 40, nach Heirat mit Anna Bohn, Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

• Gerichtsentscheid: 3 Jahre Zuchthaus, 26 Okt. 1936, Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

• Gerichtsentscheid: Urteilsspruch, 26 Okt. 1936, Frankenthal.

• Todesanzeige. In der Verwandtschaft hält sich das Gerücht, (wird erzählt), daß Franz Götz beim Brückenbau in Frankenthal bei dem großen Unglück um das Leben gekommen sein soll. Ich kann mir das, nach den Erkenntnissen die ich bei meinen Nachforschungen gesammelt habe, nicht vorstellen. Ich nehme vielmehr an, daß er aus dem kriminellen Millieu nicht mehr herausgekommen ist und dadurch den Tod fand.
Anbei geschichtliches über die Rheinbrücke zu dieser Zeit:

Geschichte
Der Brückenbau, an dessen Entwurf auch Friedrich Tamms, einer der Architekten aus dem Umfeld von Adolf Hitlers Rüstungsminister Albert Speer, beteiligt war, wurde 1938 begonnen. Die Strombrücke stellte für Balkenbrücken mit unten liegenden Vollwandträgern einen Weitenrekord dar. Die Herstellung erfolgte im Freivorbau mit Hilfsjochen vom Strompfeiler ausgehend in beide Richtungen. Am 12. Dezember 1940 ereignete sich ein schwerer Unfall, als ein Montagejoch der Strombrücke einstürzte und 30 Arbeiter starben. Daraufhin und wegen des fortschreitenden Zweiten Weltkriegs wurde der Weiterbau ausgesetzt. Die Arbeiten wurden erst 1948 wieder aufgenommen. Am 9. September 1950 wurde durch Bundesverkehrsminister Dr. Hans-Christoph Seebohm der erste Brückenüberbau mit zwei Fahrspuren dem Verkehr übergeben, wenige Tage später besuchte Theodor Heuss die nach ihm benannte Brücke.[3] Komplett fertiggestellt war die Brücke 1964.


Franz heiratete Maria Götz (Geb. Keck) am 23 März 1923 in Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.2 (Maria Götz (Geb. Keck) wurde geboren am 4 Feb. 1894 und starb am 10 Aug. 1923 2.)

  Bekannte Ereignisse in ihrer Ehe waren:

• Zeuge: Franz Wenz, 38 Jahre, Sicherheitskommisser, Frankenthal, 23 März 1923, Frankental, Rheinland-Pfalz, Deutschland.

• Zeuge: Jakob Fürst, 31 Jahre, Polizeiwachtmeister, Frankenthal, 23 März 1923, Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.


  Ehenotizen:


Standesamt Frankenthal

Heiratsregister41 / 1923



Trauzeuge: Franz Wenz, 38 Jahre, Sicherheitskommisser, Frankenthal

Trauzeuge: Jakob Fürst, 31 Jahre, Polizeiwachtmeister, Frankenthal

Franz heiratete als nächstes Anna Katharina Götz (Geb. Bohn), Tochter von Franz Bohn und Katharina Bohn (Geb. Geyer, Verw. Hoffmann), am 29 Dez. 1929 in Frankenthal, Rheinland-Pfalz, Deutschland.2 (Anna Katharina Götz (Geb. Bohn) wurde geboren am 2 Jun. 1898 und starb am 1 März 1951 2.). Die Ursache ihres Todes war Kreislaufversagen.


  Ehenotizen:

Eintrag Standesamt Frankenthal

Heiratsregister376 / 1929

Franz Vogt, 65 Jahre, Tagner, Frankenthal
Konrad Strehl, 49 Jahre, Fabrikarbeiter, Frankenthal






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